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Erika Kiss

FELLOWS/

Erika
Kiss

UCHV-Filmforum, Princeton University


BIO

Erika ist Direktorin des UCHV Film Forum an der Princeton University, wo sie kritische Filmkuration, Umweltfilmstudien sowie Architektur- und Filmrhetorik unterrichtet. Sie studierte Geschichte, Literatur und Linguistik in Ungarn und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Harvard University; war Mitglied des Department of Medieval and Modern Languages der University of Oxford und Fellow des Balliol College in Oxford. Sie war Mitbegründerin, erste Geschäftsführerin und Dekanin von Deutschlands erster privater englischsprachiger Hochschule für Geistes- und Sozialwissenschaften, dem heutigen Bard College Berlin. In Princeton gründete sie das UCHV Film Forum und ein außerschulisches Forschungsfilmstudio, in dem Studierende und Professor*innen im Kontext ihrer Forschungsarbeit gemeinsam Filme machen. Mit einer Gruppe von Lehrenden aus Princeton rief sie die Local Spirit Initiative ins Leben, um der zunehmenden Bedeutung und den Möglichkeiten des sinnlichen Lernens und Forschens durch Film und digitale Medien Rechnung zu tragen. Ihr jüngstes Projekt ist eine digitale Chrestomathie der filmischen Ikonografie. Erikas Ziel als Forscherin ist es, die Kunst – insbesondere die relativ neue Kunst des Kinos – zu einem Ort des kritischen Denkens zu entwickeln, um das Trivium der liberalen Bildung für das Zeitalter der elektronischen Kommunikation zu reformieren.

Erika wird im Sommer 2022 ans THE NEW INSTITUTE kommen.

FRAGEN
  • Was gibt Dir Hoffnung?

    Hoffnung ist die Energie, die im Stress der Widrigkeiten zurückgeworfen wird und bereit ist, als Einfallsreichtum in Aktion zu treten. All unsere Geschichten, alte und neue, spiegeln dieses Zusammentreffen von Gegensätzen zwischen hoffnungsloser Not und hoffnungsvollem Einfallsreichtum wider. Benachteiligung fördert die Kreativität und das Wachstum des Geistes. Der oder die Benachteiligte hat also die Nase vorn. Der oder die Privilegierte hingegen ist selbstgefällig und stumpfsinnig – weder hoffnungslos noch hoffnungsvoll. Daher werden die sehr realen Widrigkeiten, die Menschen anderen Menschen, dem Klima und der Natur zufügen, neue Lösungen, Erfindungen und Entdeckungen inspirieren, wie ich hoffe. Der Einfallsreichtum der Benachteiligten, vor allem der von Migrantenkindern, gibt mir Hoffnung.

  • Wie gelingt Veränderung?

    Wie kann der Wandel nicht stattfinden? All unsere zivilisatorischen Bemühungen haben das Ziel, den Fluss des Wandels zu stoppen, indem wir Häuser, Zäune, Kirchen, wissenschaftliche Systeme, politische Institutionen usw. errichten. Der Totalitarismus ist ein politisches System, das darauf abzielt, den Wandel einzufrieren, während die Demokratie anstrebt, den nahtlosen Wechsel der Macht zu gewährleisten, als ob man auf den Wellen des Wandels surfen würde. Die neuen Technologien der Ingenieure zielen nicht auf eine starre Stabilität mechanischer Art, sondern auf die Anpassungsfähigkeit an den Wandel, eine flexible Widerstandsfähigkeit, die in der biologischen Natur zu finden ist, als ob man auf den Wellen surft. Unsere menschlichen Institutionen mit ihrer starren Bürokratie könnten von der biomimetischen Technologie lernen, wie man auf den unaufhörlichen Wellen der Nachfrage nach kreativen Veränderungen und Anpassungen surft.

  • Was ist menschlich?

    Nach Michael Oakeshott werden wir nicht als Menschen geboren, sondern werden erst dann zu Menschen, wenn wir lernen, frei zu sein. Das bedeutet, dass die sogenannte Conditio humana unsere Fähigkeit zum freien Lernen ist.

PUBLICATIONS

„Adam Smith“ und „Friedrich Nietzsche“, in: Dietmar Till und Adam Potkay (Hrsg.), Rhetoric from the Seventeenth to Nineteenth Centuries (in Vorbereitung)


„Beyond Native and Alien: Nietzsche, Literally“, in: Philosophy & Rhetoric, 2018


„Between Mimesis and Technē: Cinema as a Site for Critical Thinking“, in: The Journal of Aesthetic Education, 2017


„The Rules of the Game: Stochastic Rationality in Oakeshott’s Rule of Law Theory“, in: David Dyzenhaus und Thomas M. Poole(Hrsg.), Law, Liberty and State, 2015


„Conserving the University as a Place for Liberal Learning“ in: Terry Nardin (Hrsg.), Michael Oakeshott’s Cold War Liberalism, 2015


„The Triptych of Liberal Education“, in: Philosophy of Education, 2006

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