Menu

Jan-Werner Müller

Foto von Sabine Vielmo
ALUMNI/

Jan-Werner
Müller


Fakultät für Politik, Princeton University

BIO

Jan ist Roger Williams Straus Professor of Social Sciences und Professor für Politik an der Princeton University. Er arbeitet hauptsächlich in den Bereichen Demokratietheorie und Geschichte des modernen politischen Denkens, zudem gilt sein Forschungsinteresse der Beziehung zwischen Architektur und Politik sowie den normativen Auswirkungen aktueller struktureller Veränderungen der Öffentlichkeit. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Constitutional Patriotism (2007) und What Is Populism? (2016), das in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde. 2019 erschien Furcht und Freiheit: Für einen anderen Liberalismus, das mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Jan ist zudem Kolumnist für den Guardian in den USA und schreibt regelmäßig für das London Review of Books.

Am THE NEW INSTITUTE hat Jan im Programm “The Future of Democracy“ mitgewirkt.

ZITAT

"Polarization is a populist strategy; it is not the same as conflict, even sharp conflict, which is entirely legitimate and ideally even productive in a democracy."

FRAGEN
  • Was gibt Dir Hoffnung?

    In mancher Hinsicht bin ich in der Tat hoffnungsvoll, doch muss ich sofort hinzuzufügen, dass ich nicht optimistisch bin. Hoffnung bedeutet, dass zum Beispiel Wege für demokratische Reformen vorhanden und sogar deutlich sichtbar sind; Optimismus würde bedeuten, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass sie auch eingeschlagen werden. Auch auf die Gefahr hin, das Offensichtliche zu sagen: Ob das geschieht, hängt von uns ab.

  • Wie gelingt Veränderung?

    In Demokratien? Auf den Straßen, auf dem Bildschirm und in der Wahlkabine. All diese Orte – und das demokratische Handeln, das sie idealerweise ermöglichen – sind wichtig und sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Liberale haben zu viel Angst vor der Straße (seit 2016 ist es allzu leicht geworden, alte Vorurteile über das gemeine Volk und die Verzweiflung über die angeblich irrationalen Massen wieder aufleben zu lassen); selbsternannte Radikaldemokraten lehnen Parteien und Wahlen zu sehr ab, die fälschlicherweise als inhärent anti-egalitär oder sogar als etwas Oligarchisches angesehen werden.

  • Weshalb bist Du ans THE NEW INSTITUTE gekommen?

    Es bietet die Möglichkeit, Gespräche nicht nur mit sehr anregenden Kolleginnen aus dem eigenen Fachgebiet zu führen, sondern auch mit solchen aus anderen Bereichen, und, was weniger offensichtlich ist, auch mit Aktivistinnen und Künstlerinnen. Ich denke, dass alle Akademikerinnen, die den Ausdruck „Elfenbeinturm“ verwenden, eine Geldstrafe zahlen sollten, aber es ist nicht ganz unwahr, dass die Anreize für einen vertieften Austausch mit Menschen außerhalb der Universitäten nur zu oft etwas eigentümlich sind. Daher gefällt mir die Idee der aktiven Kontaktaufnahme und einer experimentellen Plattform, auf der sich Menschen treffen und unerwartete Ideen und Erfahrungen austauschen können.

PUBLIKATIONEN

Democracy Rules, 2021


Furcht und Freiheit: Für einen anderen Liberalismus, 2019


What is Populism?, 2017


Contesting Democracy: Political Ideas in Twentieth-Century Europe, 2011

| stay informed | stay connected

NEWSLETTER

Melden Sie sich für unsere Newsletter an – hier finden Sie eine Fülle von Einsichten und Ausblicken für eine Welt im Umbruch, von unseren Fellows und aus unseren Netzwerken.

Select newsletters

The Update

What we do, what we plan, what we think. Stay in touch. Once a month.

One Radical Idea

How would you change the world? See what our fellows are cooking up. Twice a month.

Newsletter

Wir verwenden Cookies, um zu messen, wie häufig unsere Seite besucht und wie sie genutzt wird. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.